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Lukas 13,1-9

Hier ist dein vollständig übersetzter und sprachlich überarbeiteter Text auf Deutsch:


Kehrt um oder ihr werdet umkommen

1 Zu derselben Zeit waren einige anwesend, die ihm von den Galiläern berichteten, deren Blut Pilatus mit ihren Opfern vermischt hatte.
2 Und er antwortete ihnen: „Meint ihr, dass diese Galiläer größere Sünder waren als alle anderen Galiläer, weil sie so etwas erlitten haben?
3 Nein, sage ich euch; sondern wenn ihr nicht umkehrt, werdet ihr alle ebenso umkommen.
4 Oder jene achtzehn, auf die der Turm in Siloah fiel und sie tötete – meint ihr, dass sie schuldiger waren als alle anderen Menschen, die in Jerusalem wohnen?
5 Nein, sage ich euch; sondern wenn ihr nicht umkehrt, werdet ihr alle ebenso umkommen.“


Das Gleichnis vom unfruchtbaren Feigenbaum

6 Er sagte aber dieses Gleichnis: „Ein Mann hatte einen Feigenbaum, der in seinem Weinberg gepflanzt war; und er kam und suchte Frucht an ihm und fand keine.
7 Da sagte er zu dem Weingärtner: ‚Siehe, seit drei Jahren komme ich und suche Frucht an diesem Feigenbaum und finde keine. Hau ihn ab! Warum nimmt er dem Boden die Kraft?‘
8 Er aber antwortete und sprach zu ihm: ‚Herr, lass ihn noch dieses Jahr stehen, bis ich um ihn grabe und Dünger gebe.
9 Vielleicht bringt er doch noch Frucht; wenn aber nicht, dann kannst du ihn abhauen.‘“


Einleitung

Hallo zusammen, ich bin Kiki. Der chinesische Name der zweiten Phase unseres Programms lautet „读经大讲堂“, und der englische Name ist „Bible Study“.

Wir möchten eine entspannte und angenehme Lernweise nutzen, um euch in eine neue Welt des Lernens zu führen. Jedes Mal werde ich eine persönliche Zusammenfassung und Analyse aus der Perspektive einer Lernenden geben, und anschließend wird Schwester Ingrid uns helfen, tiefer in das Thema einzusteigen und gemeinsam darüber zu sprechen.

Ich hoffe, dass dieser interessante und interaktive Prozess euch eine neue Lernerfahrung bringt. Im Folgenden findet ihr mein Interview mit Schwester Ingrid zu diesen Themen. Heute ist die 37. Lektion im Lukasevangelium.

Alle sind herzlich eingeladen, ihre Gedanken im Kommentarbereich zu teilen!


2. Meine Zusammenfassung der 37. Lektion im Lukasevangelium

Also, liebe alle! Zuerst kommt meine persönliche Zusammenfassung des heutigen Textes.

Dieser Abschnitt spricht von zwei Tragödien: Pilatus ließ einige Galiläer töten, während sie anbeteten, und ein Turm fiel auf achtzehn Menschen in Jerusalem.

Damals dachten viele Menschen, dass schlimme Ereignisse ein Zeichen dafür seien, dass jemand ein besonders großer Sünder ist. Aber Jesus sagt: „Nein.“ Er fordert sie auf, nicht über andere zu urteilen, sondern sich selbst zu prüfen. Das Leben ist unsicher, deshalb sollen sie jetzt umkehren – nicht später.

Dann erzählt Jesus ein Gleichnis. Ein Mann hatte einen Feigenbaum, der drei Jahre lang keine Frucht brachte. Er wollte ihn fällen lassen, weil er nur Platz wegnahm. Aber der Weingärtner bittet um ein weiteres Jahr. Er verspricht, den Boden zu bearbeiten und zu düngen. Wenn der Baum dann Frucht bringt, ist es gut; wenn nicht, kann er gefällt werden.

Dieses Gleichnis zeigt, dass Gott geduldig ist. Er gibt uns Zeit und zweite Chancen. Der Weingärtner steht für Jesus, der für uns eintritt und uns beim Wachsen hilft. „Frucht bringen“ bedeutet, wirklich so zu leben, wie Gott es möchte – nicht nur zu sagen, dass man glaubt.

Aber diese Chancen dauern nicht ewig. Wir sollten die Zeit, die uns gegeben ist, nicht verschwenden. Umkehr bedeutet, sich neu auszurichten und neu zu beginnen, solange noch Zeit ist.

Jetzt wird Schwester Ingrid eine tiefere Zusammenfassung geben.


3. Kommentar von Schwester Ingrid zu meiner Zusammenfassung

Hallo Schwester,

es gibt nicht viel mehr hinzuzufügen. Oft denken wir, dass ein Mensch eine große Last an Sünde trägt, wenn sein Leben schwer ist. Aber wir müssen auch sehen, dass der Teufel ebenfalls Erfolg haben kann, und dass Sünde immer in einer schrecklichen Situation endet – nämlich darin, dass wir verloren gehen können.

Wenn wir also ein gutes Leben haben, bedeutet das nicht automatisch, dass wir gute Menschen sind. Am Ende unseres Lebens werden wir verloren gehen, wenn wir nicht umgekehrt sind und Jesus als unseren Retter angenommen haben.

Und Menschen, die wir in sehr schwierigen Lebenssituationen sehen, sind nicht schlechter als wir. Solange wir nicht umkehren, sind wir alle auf derselben Ebene.

Im Gleichnis vom Feigenbaum ist es interessant, dass ein Feigenbaum in einem Weinberg steht. Normalerweise wachsen dort Weinreben.

Der Feigenbaum ist ein besonderer Baum, weil er zweimal im Jahr Frucht trägt und in der Bibel oft ein Symbol für das Volk Israel ist.

Hier kommt der Besitzer des Weinbergs und sucht Frucht, findet aber keine. Der Weingärtner bittet um ein weiteres Jahr Pflege und Düngung, und der Besitzer gewährt dies, bevor der Baum gefällt wird.

Der Weingärtner ist ein Symbol für Jesus, der für uns eintritt. Sein Tod am Kreuz, zusammen mit dem Wirken des Heiligen Geistes, ist die Nahrung und der Dünger, den wir erhalten.

Interessant ist, dass der Weingärtner zwar um ein weiteres Jahr bittet, aber dennoch gesagt wird, dass der Baum später gefällt werden kann. Das zeigt uns ein Bild von Gottes Gnade: Zuerst erhalten wir die Rettung und die besten Voraussetzungen, um Frucht zu bringen. Doch wenn keine Frucht kommt, wird es eine Zeit geben, in der Gott nicht mehr in derselben Weise mit uns handelt.

Im Johannesevangelium sehen wir auch, dass Jesus einen unfruchtbaren Feigenbaum verflucht, weil er hungrig war und keine Frucht fand.

Deshalb ist es ernst, in Gottes Weinberg zu stehen und keine Frucht zu bringen, wie wir auch in Johannes 15 lesen. Wir sollten dem Heiligen Geist erlauben, uns zu Jesus zu führen und umzukehren; sonst werden wir umkommen wie in den beiden Beispielen am Anfang.


4. Fragen (basierend auf der 37. Lektion im Lukasevangelium)

Auf Grundlage dieses Bibelstudiums möchte ich nun Schwester Ingrid einige Fragen stellen. Wir hoffen, dass diese Fragen besonders neuen Christen helfen.


1. Warum erzählten die Menschen Jesus von den Galiläern, die Pilatus töten ließ?

Weil sie dachten, dass diese Galiläer große Sünder waren, die eine harte Strafe erhielten.


2. Warum denken Menschen, dass schlimme Dinge nur besonders sündigen Menschen passieren?

Weil ihnen selbst nichts Schlimmes passiert ist.

Viele Menschen denken, dass jemand leidet, weil Gott ihn bestraft. Aber sie vergessen, dass Leid auch zur Reinigung und zu einer tieferen Beziehung mit Gott führen kann.

Wir sollten auch nicht vergessen, dass der Teufel Erfolg haben kann. Wenn es keinen Kampf in unserem Leben gibt, der uns näher zu Gott bringt, kann es sein, dass Gott uns bereits losgelassen hat.


3. Was bedeutet „umkehren“ in deinen eigenen Worten?

Umkehr bedeutet Veränderung. Ich erkenne meine sündige Lebensweise und ändere mein Leben – von einem Leben ohne Gott zu einem Leben mit Gott. Es bedeutet auch zu erkennen, dass Jesus für mich gestorben ist.


4. Wenn ein Turm auf 18 Menschen fällt, was würden die Leute über sie sagen?

Sie würden wahrscheinlich sagen, dass diese Menschen etwas falsch gemacht haben. Es ist schwer vorstellbar, dass viele Mitgefühl zeigen.

Wir können unser eigenes Herz prüfen: Empfinden wir wirklich Mitgefühl für die Opfer von Kriegen heute, oder denken wir, sie hätten es verdient?


5. Warum wartete der Besitzer drei Jahre, bevor er den Feigenbaum fällen wollte?

Weil Gott barmherzig ist und Zeit zur Veränderung gibt. Jesus predigte drei Jahre lang, um allen die Möglichkeit zur Umkehr zu geben.


6. Was stellt der Weingärtner in der Geschichte dar?

Er ist ein Symbol für Jesus, der für uns eintritt.


7. Wenn du der Feigenbaum wärst, wie würdest du dich fühlen, noch ein Jahr zu bekommen?

Ich wäre dankbar und würde mich bemühen, in diesem zusätzlichen Jahr Frucht zu bringen.


8. Wie sieht es aus, „Frucht zu bringen“ im Leben eines Menschen?

Die Frucht des Geistes wird in Galater 5 beschrieben:
Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung.


9. Was bedeutet es, im Leben nur „Platz einzunehmen“?

Zum Beispiel reichen äußere religiöse Handlungen – wie das Anzünden einer Kerze oder von Räucherwerk – nicht aus, um die Seele zu retten. Nur Jesus ist das wahre Opfer, das Gott gegeben hat. Äußere religiöse Praktiken allein genügen nicht.


10. Was lehrt uns dieses Gleichnis über Gottes Geduld?

Dass Gott uns eine zweite Chance gibt, wenn wir unsere Zeit nicht richtig genutzt haben.

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