Lukas 17, 11 -19
Jesus heilt zehn Aussätzige
11 Und es begab sich, als er nach Jerusalem reiste, dass er mitten durch Samarien und Galiläa zog.
12 Und als er in ein Dorf kam, begegneten ihm zehn aussätzige Männer, die standen von ferne
13 und erhoben ihre Stimme und sprachen: Jesus, lieber Meister, erbarme dich unser!
14 Und als er sie sah, sprach er zu ihnen: Geht hin und zeigt euch den Priestern! Und es geschah, als sie hingingen, wurden sie rein.
15 Einer aber unter ihnen, als er sah, dass er geheilt war, kehrte um und pries Gott mit lauter Stimme
16 und fiel auf sein Angesicht zu seinen Füßen und dankte ihm. Und das war ein Samariter.
17 Jesus aber antwortete und sprach: Sind nicht die zehn rein geworden? Wo sind die neun?
18 Hat sich sonst keiner gefunden, der wieder umkehrte, um Gott die Ehre zu geben, als nur dieser Fremdling?
19 Und er sprach zu ihm: Steh auf, geh hin; dein Glaube hat dir geholfen.
Hallo an alle, ich bin Kiki. Der chinesische Name der zweiten Phase unseres Programms lautet „读经大讲堂“. Der englische Name lautet „Bible Study“ (Bibelstudium).
Wir werden einen entspannten und angenehmen Lernansatz wählen, um euch in eine neue Welt des Lernens mitzunehmen. Jedes Mal werde ich meine persönliche Zusammenfassung und Analyse aus der Perspektive einer Lernenden teilen, und danach wird Schwester Ingrid mir helfen, den Abschnitt im Gespräch mit euch allen noch tiefer zu erkunden.
Ich hoffe, dass dieses interessante und interaktive Format euch allen eine neue Lernerfahrung bringt. Im Folgenden findet ihr mein Interview mit Schwester Ingrid zum heutigen Thema. Heute ist die 48. Studie zum Lukasevangelium.
Ihr seid alle herzlich eingeladen, in den Kommentaren eure Gedanken zur Diskussion zu hinterlassen!
Meine Zusammenfassung zur 48. Studie des Lukasevangeliums
Nun, liebe alle! Zuerst hier meine persönliche Studienzusammenfassung für heute.
Jesus begegnete zehn Männern mit Aussatz. Sie standen weit entfernt und riefen: „Jesus, erbarme dich unser!“ Jesus sagte: „Geht und zeigt euch den Priestern.“ Sie gehorchten, und während sie unterwegs waren, wurden sie alle geheilt.
Aber nur ein Mann kehrte zurück. Er pries Gott mit lauter Stimme und fiel Jesus zu Füßen, um ihm zu danken. Er war ein Samariter – ein Fremder.
Jesus fragte: „Wurden nicht zehn geheilt? Wo sind die anderen neun? Hat sich sonst niemand gefunden, der zurückkehrt, um Gott zu loben, außer diesem Fremden?“
Dann sagte Jesus zu dem Mann: „Steh auf und geh. Dein Glaube hat dich gesund gemacht.“
Die neun erhielten körperliche Heilung, aber sie vergaßen, Dank zu sagen.
Derjenige, der zurückkehrte, erhielt etwas noch Größeres – er fand Frieden mit Gott und ein verändertes Herz.
Diese Geschichte lehrt uns, Gott immer zu danken. Wenn wir dankbar sind, erinnern wir uns daran, dass jedes gute Ding ein Geschenk von ihm ist. Sei nicht wie die neun, die eilig davonliefen und vergaßen. Sei wie der eine, der umkehrte. Dankbarkeit stärkt unseren Glauben und bringt uns Gott näher.
Nun lasst uns Schwester Ingrid für eine weitere Zusammenfassung hören.
Schwester Ingrids Kommentar zu meiner Studienzusammenfassung
Hallo an alle,
diese Geschichte ist sehr interessant, weil sie uns die Haltung und das Verhalten vieler Menschen zeigt. Obwohl auch die anderen neun geheilt wurden, vergaßen sie, zu Jesus zurückzukehren und ihm zu danken. In unserem eigenen Leben tun wir oft etwas für andere, ohne auch nur ein einfaches „Danke“ zu erhalten. Deshalb sollten wir nicht enttäuscht sein, denn auch Jesus selbst erhielt von jenen neun Männern keinen Dank.
Als ich diese Geschichte las, fragte ich mich, warum nur ein Mann zurückkam. Der Einzige, der zurückkehrte, um Jesus zu loben und Gott zu danken, war ein Samariter. Ich nehme an, dass die anderen Juden waren. Vielleicht kehrten sie nicht zu Jesus zurück, weil sie Angst hatten, von ihrem religiösen System abgelehnt zu werden, da die Pharisäer sie aus der Synagoge ausschließen konnten.
Es ist also immer eine Herausforderung. Wenn wir einen Segen von Gott empfangen, danken und loben wir ihn dann, indem wir es als Zeugnis mit anderen teilen, oder verstecken wir es und verweigern Jesus den Dank, der ihm gebührt?
Die letzte Frage in dieser Geschichte lautet: Warum sagte Jesus zu dem Samariter: „Dein Glaube hat dich gesund gemacht“? Es scheint, dass die anderen neun nicht wirklich gesund geworden waren, obwohl sie vom Aussatz geheilt worden waren.
Wir müssen also klar zwischen zwei Dingen unterscheiden. Wir können körperliche Heilung empfangen, aber das bedeutet nicht zwangsläufig, dass wir wirklich gesund sind. Wir werden wirklich gesund, wenn unser Glaube in Jesus gegründet ist und unser ganzes Wesen ihn ohne Hindernis preisen kann.
Diese Geschichte erscheint sehr einfach, aber selbst in ihrer Einfachheit finde ich viele tiefgründige Lektionen.
Fragen-und-Antworten-Liste zur 48. Studie des Lukasevangeliums
Gut. Basierend auf dem heutigen Bibelstudium möchte ich nun Schwester Ingrid einige damit zusammenhängende Fragen stellen.
Wir hoffen, dass die folgenden Fragen unseren Brüdern und Schwestern hilfreich sein werden.
1. Warum blieben die zehn Männer weit von Jesus entfernt?
Sie litten an Aussatz, und nach dem Gesetz durften Menschen mit Aussatz sich anderen Menschen nicht nähern, weil die Krankheit schrecklich war und es keine Heilung dafür gab.
2. Was sagte Jesus ihnen zuerst, was sie tun sollten?
Er sagte ihnen, sie sollten hingehen und sich den Priestern zeigen.
3. Wann wurden sie geheilt – sofort oder während sie unterwegs waren?
Sie wurden geheilt, während sie unterwegs waren.
4. Wie viele kamen zurück, um Dank zu sagen?
Nur ein Mann kam zurück, um zu danken.
5. Was fragte Jesus, als nur einer zurückkam?
Er fragte: „Wo sind die anderen neun?“
6. Warum nannte Jesus diesen Mann einen „Fremden“?
Weil er ein Samariter war.
7. Was tat der dankbare Mann, als er zurückkam?
Er fiel vor Jesus nieder, dankte ihm und pries Gott.
8. Wurden auch die anderen neun geheilt?
Ja, auch sie erhielten körperliche Heilung.
9. Was empfing der dankbare Mann außer der körperlichen Heilung noch?
Er wurde wirklich gesund. Das bedeutet, er hatte eine Beziehung zu Jesus, und sein Leben nach seiner Heilung wurde vollständig gemacht.
10. Was können wir aus dieser Geschichte lernen?
Wann immer wir einen Segen von Gott empfangen – was auch immer es sein mag, sogar unser tägliches Brot – sollten wir ihm dafür danken.


