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Johannes 8,12-20

Streit über das Zeugnis Jesu

Johannes 8,12–20

Das Licht der Welt12 Jesus redete nun wieder zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern wird das Licht des Lebens haben.
13 Da sprachen die Pharisäer zu ihm: Du zeugst von dir selbst; dein Zeugnis ist nicht wahr.
14 Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Auch wenn ich von mir selbst zeuge, ist mein Zeugnis wahr, weil ich weiß, woher ich gekommen bin und wohin ich gehe; ihr aber wisst nicht, woher ich komme oder wohin ich gehe.
15 Ihr richtet nach dem Fleisch, ich richte niemand.
16 Wenn ich aber auch richte, so ist mein Gericht wahr, weil ich nicht allein bin, sondern ich und der Vater, der mich gesandt hat.
17 Aber auch in eurem Gesetz steht geschrieben, dass das Zeugnis zweier Menschen wahr ist.
18 Ich bin ⟨es⟩, der von mir selbst zeugt, und der Vater, der mich gesandt hat, zeugt von mir.
19 Da sprachen sie zu ihm: Wo ist dein Vater? Jesus antwortete: Ihr kennt weder mich noch meinen Vater; wenn ihr mich gekannt hättet, so würdet ihr auch meinen Vater gekannt haben.
20 Diese Worte redete er in der Schatzkammer, als er im Tempel lehrte; und niemand legte Hand an ihn, denn seine Stunde war noch nicht gekommen.


Einleitung

Hallo zusammen, ich bin Kiki.

Der chinesische Name unseres Programms der zweiten Phase lautet „读经大讲堂“, und der englische Name ist „Bible Study“.

Wir verfolgen einen entspannten und angenehmen Lernansatz, um euch in eine neue Welt des Bibelstudiums hineinzuführen. Jedes Mal werde ich eine persönliche Zusammenfassung und Analyse aus der Sicht einer Lernenden vorstellen. Anschließend wird Schwester Ingrid uns durch weiterführende Erklärungen und gemeinsame Gespräche helfen, den Bibeltext noch besser zu verstehen.

Ich hoffe, dass dieses interessante und interaktive Format euch neue Erkenntnisse und eine bereichernde Lernerfahrung vermittelt. Im Folgenden findet ihr mein Interview mit Schwester Ingrid zu dem heutigen Bibelabschnitt.

Heute beschäftigen wir uns zum vierzehnten Mal mit dem Johannesevangelium. Jeder ist herzlich eingeladen, einen Kommentar zu hinterlassen und sich an der Diskussion zu beteiligen!


2. Meine Zusammenfassung des vierzehnten Bibelstudiums im Johannesevangelium

Hallo zusammen!

Nachfolgend findet ihr meine Zusammenfassung des heutigen Bibelstudiums.

In diesem Bibelabschnitt spricht Jesus zu den Menschen und sagt ihnen, dass er das Licht der Welt ist.

Er erklärt, dass jeder, der ihm nachfolgt, niemals in der Finsternis wandeln wird, sondern das Licht des Lebens haben wird.

Die Pharisäer, die damals die religiösen Führer waren, glaubten Jesus nicht. Sie stellten sein Zeugnis infrage und behaupteten, dass er nicht über sich selbst Zeugnis ablegen könne.

Jesus antwortete, dass sein Zeugnis wahr sei, selbst wenn er über sich selbst Zeugnis ablege, weil er wisse, woher er gekommen sei und wohin er gehe.

Er erklärte außerdem, dass er die Menschen nicht nach menschlichen Maßstäben richte. Und selbst wenn er richten würde, wäre sein Urteil gerecht, weil er nicht allein sei, sondern der Vater, der ihn gesandt hat, mit ihm sei.

Jesus wies auch darauf hin, dass nach ihrem eigenen Gesetz das Zeugnis von zwei Zeugen als gültig gilt.

Er sagte, dass er selbst der eine Zeuge sei und sein Vater, der ihn gesandt hat, der andere.

Als die Pharisäer ihn fragten, wo sein Vater sei, antwortete Jesus, dass sie, wenn sie ihn wirklich kennen würden, auch seinen Vater kennen würden.

Obwohl die Pharisäer ihn infrage stellten, nahmen sie ihn nicht fest, weil seine von Gott bestimmte Stunde noch nicht gekommen war.

Ich denke, dass Jesus den Menschen in diesem Abschnitt zeigen möchte, dass er das Licht und die Wahrheit ist und dass diejenigen, die ihm nachfolgen, ein sinnvolles und erfülltes Leben finden können.

Nun wird Schwester Ingrid diesen Bibelabschnitt noch ausführlicher erklären.


3. Schwester Ingrids Anmerkungen zu meiner Zusammenfassung

Hallo zusammen.

Die wichtigsten Aussagen dieses Bibelabschnitts sind, dass Jesus das Licht ist und dass alle, die ihm nachfolgen, im Licht des Lebens wandeln werden.

Das bedeutet, dass wir nicht alles infrage stellen müssen, wenn wir Jesus wirklich nachfolgen, denn Jesus schenkt uns ein tiefes Verständnis der geistlichen Wahrheit.

Die religiösen Führer wandelten jedoch nicht im Licht. Deshalb verlangten sie weitere Beweise und warfen Jesus vor, kein gültiges Zeugnis zu haben.

Wie du bereits erwähnt hast, antwortete Jesus, dass es zwei Zeugen gebe: ihn selbst und seinen Vater.

Schließlich sagte er den religiösen Führern, dass sie ihn nicht verstehen könnten, weil nur diejenigen, die Jesus kennen, auch den Vater kennen, und diejenigen, die den Vater kennen, auch Jesus kennen.4. Fragen- und Antwortteil zum vierzehnten Bibelstudium des Johannesevangeliums

Gut, auf der Grundlage des obigen Bibelstudiums möchte ich Schwester Ingrid einige Fragen zu diesem Bibelabschnitt stellen.

Wir hoffen, dass die folgenden Fragen unseren Brüdern und Schwestern, die erst vor Kurzem Christen geworden sind, eine Hilfe sein werden.


1. Schwester, was meint Jesus, wenn er sagt: „Ich bin das Licht der Welt“? Wie hilft uns dieses Bild, seine Aufgabe und seinen Auftrag besser zu verstehen?

Wenn Jesus sagt: „Ich bin das Licht der Welt“, dann muss es auch Finsternis in der Welt geben.

Die Finsternis der Welt besteht aus dem Teufel und den Dämonen, die durch die Sünde von Adam und Eva Zugang zur Welt erhalten haben.

In diesem Augenblick wurde die wunderbare Beziehung zwischen Gott und den Menschen zerstört, und der Teufel wurde zum Herrscher dieser Welt. Das Böse und die Finsternis begannen zu herrschen.

Als Jesus kam, kam auch das Reich Gottes, um den Menschen Licht zu bringen und ihnen den Weg zu eröffnen, mit Gott versöhnt zu werden und eine friedvolle, von Vergebung geprägte Beziehung zu ihm zu haben.


2. Warum stellen die Pharisäer die Gültigkeit des Zeugnisses Jesu infrage? Auf welche kulturellen oder gesetzlichen Maßstäbe beziehen sie sich?

Im vorherigen Ereignis zeigte Jesus, dass er über dem Gesetz des Mose steht, indem er sich weigerte, die Frau zu steinigen, die beim Ehebruch ertappt worden war.

Nun werfen ihm die Pharisäer vor, im Unrecht zu sein, weil er keine ihrer Schulen besucht hatte, um das Gesetz des Mose zu studieren. Deshalb, so ihre Auffassung, habe er keine Autorität, sich über das Gesetz zu stellen.


3. Wie verteidigt Jesus die Glaubwürdigkeit seines Zeugnisses? Was meint er, wenn er sagt, dass er weiß, woher er gekommen ist und wohin er geht?

Jesus verteidigt sein Zeugnis, indem er erklärt, dass es unmittelbar von Gott kommt.

Er sagt, dass er weiß, dass er vom Himmel gesandt wurde und dass er wieder in den Himmel zurückkehren wird.


4. Welchen Unterschied macht Jesus zwischen menschlichem Urteil und seinem eigenen Urteil? Wie hängt das mit seiner Beziehung zum Vater zusammen?

Das menschliche Urteil richtet sich nach dem Fleisch.

Wir beurteilen Menschen nur nach dem, was unsere Augen sehen können. Wir haben jedoch kein tieferes Verständnis für die Umstände oder die Beweggründe des Herzens, die einen Menschen zur Sünde geführt haben.

Wie ich bereits im letzten Podcast erwähnt habe, wissen wir nichts über diese Frau – warum sie Ehebruch begangen hat, welche Gründe sie dafür hatte oder wie ihre Ehe aussah.

Jesus verurteilt uns nicht, weil diejenigen, die ihm nachfolgen, nicht vor dem großen weißen Thron stehen werden, von dem im Buch der Offenbarung die Rede ist. Stattdessen gehen sie unmittelbar in das ewige Leben ein.

Wenn eines Tages das Gericht vor dem großen weißen Thron stattfindet, wird Jesus gemeinsam mit seinem Vater der Richter sein. Es wird ein gerechtes Gericht sein, weil der Vater alles weiß.


5. Jesus verweist auf das Gesetz, nach dem das Zeugnis von zwei Zeugen als wahr gilt. Wo finden wir dieses Gesetz im Alten Testament, und warum ist es in diesem Zusammenhang von Bedeutung?

Dieses Gesetz finden wir in 4. Mose 35,30 und 5. Mose 17,6.

Dort bezieht es sich auf die Todesstrafe und besagt, dass ein Mensch, der einen Mord begangen hat, nur dann hingerichtet werden darf, wenn es zwei Zeugen gibt.

In 5. Mose 19,15 wird dieses Prinzip auf jede Art von Sünde ausgeweitet. Dort wird gelehrt, dass keine Anklage Bestand haben soll, wenn sie nicht durch die Aussage von zwei oder drei Zeugen bestätigt wird.

6. Wen bezeichnet Jesus als seine beiden Zeugen, und wie unterstützt dies seine Aussage über die Glaubwürdigkeit seines Zeugnisses?

Jesus sagt, dass sein Zeugnis wahr ist, weil sowohl er selbst als auch sein Vater im Himmel von ihm Zeugnis ablegen.


7. Welche Bedeutung hat die Frage der Pharisäer: „Wo ist dein Vater?“ Wie vertieft Jesu Antwort unser Verständnis seiner Beziehung zu Gott, dem Vater?

Jesus und sein Vater sind eins.

Wenn wir Jesus sehen, sehen wir den Vater.


8. Welche Bedeutung hat es, dass Jesus im Tempel lehrte? Warum wurde er in diesem Moment nicht festgenommen?

Der Tempel war ein heiliger Ort, und nicht jeder durfte dort lehren. Es gab Tempelwachen, die gewöhnliche Menschen, die keine Lehrbefugnis hatten, daran hinderten, dort zu lehren.

Jesus wurde damals weder hinausgeworfen noch festgenommen, weil seine von Gott bestimmte Stunde noch nicht gekommen war. Er wurde erst später verhaftet, als die Zeit gekommen war, für uns zu sterben.


9. Was offenbart diese Bibelstelle über Jesu Auftrag und seine Beziehung zum Vater? Wie kann dieses Verständnis den Glauben und das Leben eines Christen beeinflussen?

Jesu Auftrag besteht darin, das Licht des Lebens zu sein und die Werke des Teufels zu zerstören.

Sein Vater hat ihn gesandt, weil er die Menschen so sehr liebt, dass sie nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben sollen.

Im Römerbrief steht geschrieben, dass wir gerettet werden, wenn wir mit unserem Herzen glauben und mit unserem Mund bekennen.

Die wichtige Frage ist: Was sollen wir glauben und bekennen?

Wir sollen glauben, dass Jesus der Sohn Gottes ist und dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat, um uns zu retten.


10. Wie kann Jesu Aussage, das Licht der Welt zu sein, einen Christen im täglichen Leben und bei seinen Entscheidungen leiten? Welche praktischen Schritte können wir unternehmen, um diesem Licht zu folgen?

Jesus ist jetzt im Himmel und sitzt zur Rechten Gottes, des Vaters.

Christen sind jedoch keine Waisen. Wir haben den Heiligen Geist, der in uns lebt. Auch er gehört zur Gottheit und führt und leitet uns.

Die praktischen Schritte bestehen darin, dem Reich der Finsternis den Rücken zu kehren, Buße zu tun, unsere Sünden vor Gott, dem Vater, zu bekennen und ihn im Namen Jesu um Vergebung zu bitten.

Dann werden wir Christen und beginnen, Jesus nachzufolgen.

Unsere tägliche Aufgabe besteht darin, zu lernen, auf die Stimme des Heiligen Geistes und auf Jesus zu hören.

Immer dann, wenn wir im Begriff sind, einen Fehler zu machen oder zu sündigen, warnt uns der Heilige Geist.

Das geschieht nicht immer durch eine hörbare Stimme. Manchmal spricht er durch einen Bibelvers, den wir gerade lesen, durch den Rat eines guten Freundes oder eines reifen Christen oder sogar durch einen Menschen, den wir eigentlich nicht besonders mögen, auf den Gott uns aber aufmerksam machen möchte.

Je mehr wir lernen, seine Stimme zu hören und ihr zu gehorchen, desto leichter fällt es uns, Jesus nachzufolgen und in eine persönliche Beziehung zu Gott hineinzuwachsen, in der Jesus wirklich das Licht unseres Lebens ist.

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