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Lukas 10,17-37

Die Rückkehr der Zweiundsiebzig

Lukas 10,17–20

17 Die Zweiundsiebzig kehrten mit Freude zurück und sagten: „Herr, auch die Dämonen sind uns untertan in deinem Namen!“
18 Da sprach er zu ihnen: „Ich sah den Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen.
19 Siehe, ich habe euch Macht gegeben, auf Schlangen und Skorpione zu treten, und über die ganze Gewalt des Feindes; und nichts soll euch schaden.
20 Doch darüber freut euch nicht, dass euch die Geister untertan sind; freut euch aber, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind.“


Jesus freut sich im Willen des Vaters

Lukas 10,21–24

21 In derselben Stunde freute er sich im Heiligen Geist und sprach:
„Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, dass du dies vor den Weisen und Klugen verborgen und es Unmündigen offenbart hast; ja, Vater, denn so war es wohlgefällig vor dir.

22 Alles ist mir von meinem Vater übergeben worden; und niemand weiß, wer der Sohn ist als nur der Vater, noch wer der Vater ist als nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will.“

23 Und er wandte sich zu den Jüngern und sprach für sich allein:
„Selig sind die Augen, die sehen, was ihr seht!

24 Denn ich sage euch: Viele Propheten und Könige wollten sehen, was ihr seht, und haben es nicht gesehen, und hören, was ihr hört, und haben es nicht gehört.“


Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter

Lukas 10,25–37

25 Und siehe, ein Gesetzesgelehrter stand auf, um ihn zu versuchen, und sprach:
„Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu erben?“

26 Er aber sprach zu ihm:
„Was steht im Gesetz geschrieben? Wie liest du?“

27 Er antwortete und sprach:
„Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, mit all deiner Kraft und mit deinem ganzen Denken, und deinen Nächsten wie dich selbst.“

28 Er aber sprach zu ihm:
„Du hast recht geantwortet; tu dies, so wirst du leben.“

29 Er aber wollte sich selbst rechtfertigen und sprach zu Jesus:
„Und wer ist mein Nächster?“

30 Da antwortete Jesus und sprach:
„Ein Mensch ging von Jerusalem nach Jericho hinab und fiel unter Räuber; die zogen ihn aus, schlugen ihn und gingen davon und ließen ihn halbtot liegen.

31 Es traf sich aber, dass ein Priester denselben Weg hinabging; und als er ihn sah, ging er auf der anderen Seite vorüber.

32 Ebenso kam auch ein Levit zu der Stelle; und als er ihn sah, ging er auf der anderen Seite vorüber.

33 Ein Samariter aber, der auf der Reise war, kam zu ihm; und als er ihn sah, wurde er innerlich bewegt.

34 Und er trat zu ihm, verband seine Wunden und goss Öl und Wein darauf; dann hob er ihn auf sein eigenes Tier, brachte ihn in eine Herberge und pflegte ihn.

35 Am nächsten Tag zog er zwei Denare heraus, gab sie dem Wirt und sprach:
‚Pflege ihn; und wenn du mehr ausgibst, will ich es dir bezahlen, wenn ich zurückkomme.‘

36 Wer von diesen dreien, meinst du, ist der Nächste geworden dem, der unter die Räuber gefallen war?“

37 Er sprach:
„Der, der Barmherzigkeit an ihm getan hat.“

Da sprach Jesus zu ihm:
„So geh hin und handle ebenso!“


Einleitung

Hallo zusammen, ich bin Kiki.
Der chinesische Name der zweiten Phase unseres Programms ist „读经大讲堂“.
Der englische Name ist „Bible Study“.

Wir verwenden eine entspannte und angenehme Lernweise, um euch in eine neue Lernwelt hineinzuführen.
Jedes Mal werde ich eine persönliche Zusammenfassung und Analyse aus der Perspektive eines Lernenden teilen. Danach wird Schwester Ingrid uns helfen, tiefer in das Studium und die Diskussion einzutauchen.

Ich hoffe, dass dieser interessante und interaktive Prozess euch eine neue Lernerfahrung bringt.
Unten findet ihr mein Gespräch mit Schwester Ingrid über den heutigen Abschnitt.

Heute ist die 29. Lektion im Lukasevangelium.
Alle sind herzlich eingeladen, ihre Gedanken in den Kommentaren zu teilen!


2. Meine Zusammenfassung der 29. Lukas-Studie

Also, hier ist meine persönliche Zusammenfassung für heute:

Der heutige Abschnitt aus Lukas vermittelt drei eng miteinander verbundene Lehren:

Erstens: Als die Jünger voller Stolz von ihrer Macht über Dämonen berichten, lenkt Jesus ihren Fokus um. Wahre Freude kommt nicht aus geistlicher Macht, sondern daraus, dass wir zu Gott gehören.

Zweitens: Jesus betet voller Dankbarkeit und erklärt, dass Gott seine Wahrheit nicht den Stolzen und Selbstgerechten offenbart, sondern den Demütigen und Vertrauenden.

Drittens: Ein Gesetzesgelehrter fragt: „Wer ist mein Nächster?“
Jesus antwortet mit dem Gleichnis vom barmherzigen Samariter. Ein verachteter Außenseiter zeigt mehr Mitgefühl als angesehene religiöse Führer. Jesus lehrt, dass ein wahrer „Nächster“ nicht durch Identität oder Labels bestimmt wird, sondern dadurch, dass man Barmherzigkeit zeigt – sogar gegenüber Feinden.

Deshalb sollen wir unsere Freude in Gottes Liebe finden, demütig bleiben und diese Liebe uns dazu bewegen lassen, anderen zu dienen – jedem, jederzeit.

Nun wird Schwester Ingrid mit einer tieferen Betrachtung fortfahren.


3. Kommentar von Schwester Ingrid zu meiner Zusammenfassung

Hallo Schwester, du hast den heutigen Text bereits sehr gut zusammengefasst.

Im ersten Abschnitt müssen wir zwischen dem unterscheiden, was auf der Erde vergänglich ist, und dem, was ewig ist. Die Vollmacht der Zweiundsiebzig war nur für ihre irdische Mission bestimmt. Doch dass der Name im Buch des Lebens geschrieben steht, ist ewig.

Im zweiten Teil freut sich Jesus und sagt den Jüngern, dass sie ein großes Vorrecht haben: Sie dürfen sehen, was viele vor ihnen sehen wollten, es aber nie konnten.

Am Ende antwortet Jesus einem Mann, der sich selbst rechtfertigen will, indem er fragt, wer sein Nächster ist.

Jesus verwendet einen verachteten Samariter, um zu zeigen, dass unser Nächster nicht immer jemand ist, den wir respektieren oder bewundern. Es kann auch jemand sein, den wir nicht mögen oder auf den wir herabschauen.

Jesus war auf dem Weg zum Kreuz, und solche Lehren führten ihn dorthin. Er suchte nicht die Anerkennung religiöser Führer, sondern sah auf die Herzen der Menschen, die ihm folgten.


4. Fragenliste (basierend auf Lukas – Lektion 29)

  1. Warum waren die Jünger so begeistert, als sie zurückkehrten?
    Weil sogar die Dämonen ihnen gehorchten und die Besessenen verließen.
  2. Worüber sollten sie sich stattdessen freuen?
    Dass ihre Namen im Buch des Lebens geschrieben sind.
  3. Was sah Jesus wie einen Blitz vom Himmel fallen?
    Den Satan.
  4. Wem offenbart Gott seine Wahrheit laut Jesus?
    Den Unmündigen (den Demütigen und Vertrauenden).
  5. Welche Frage stellte der Gesetzesgelehrte?
    „Wer ist mein Nächster?“
  6. Welche zwei großen Gebote nannte er?
    Gott lieben und den Nächsten lieben wie sich selbst.
  7. Was geschah mit dem Mann auf dem Weg nach Jericho?
    Er wurde von Räubern überfallen.
  8. Wer ging an ihm vorbei, ohne zu helfen?
    Ein Priester und ein Levit.
  9. Warum war es überraschend, dass der Samariter half?
    Weil Samariter und Juden Feinde waren.
  10. Wie definierte Jesus den Nächsten neu?
    Der Nächste ist der, der Barmherzigkeit zeigt.

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